Marokko 2025/2026

Ouzoud Wasserfälle

Es geht weiter nach Nordosten, unser nächster Stellplatz liegt in Ouzoud. Der Ort selber ist nichts besonderes und würde von Touristen wohl auch nicht beachtet, wenn da nicht die Wasserfälle wären. Wir folgen einer Empfehlung der „Park4Night“ App und wählen einen einfachen Stellplatz. Er liegt im Garten eines Hauses hat nur eine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit. Der Besitzer verkauft an der Straße vor seinem Haus Töpferwaren, er spricht ein passables Englisch und ist sehr freundlich.

Am nächsten Tag wollen wir die Wasserfälle besuchen. Es ist nur ein kurzer Fußmarsch vom Stellplatz weg. Über einen kleinen Pfad erreichen wir den oberen Teil des Wasserfalles und können von dort in die Tiefe schauen. Natürlich erwarten uns dort die üblichen Fremdenführer, die uns alles zeigen wollen. Eigentlich wollten wir das Ganze selbst erkunden, aber wir geben dem freundlichen (unaufdringlichen) jungen Mann die Gelegenheit uns etwas zu erzählen, übrigens in einem hervorragenden Englisch. Zum Beispiel über die hier (endemisch) lebenden Berberaffen, die übrigens genauso auf Touristen (mit Futter) warten.

Nachdem der junge Mann uns so einiges interessantes erzählt hat, bietet er sich an uns den Weg nach unten zu zeigen. Wir gehen darauf ein (wir werden es nicht bereuen!). So geht es einen schmalen Fußweg immer weiter nach unten. Unterwegs haben wir immer wieder eine tolle Aussicht auf die Schlucht.

Kurz bevor wir den eigentlichen Fuß des Wasserfalles erreichen, führt er uns (rein zufällig) zu einer Aussicht, an der Getränke verkauft werden ;-). Wir trinken einen sehr guten Minztee und genießen die wirklich atemberaubende Aussicht.

Danach geht es weiter zum Fuße des Wasserfalles. Hier können wir über nasse Wege direkt am Becken des Wasserfalles vorbeigehen. Stellenweise spritzt das Wasser als feiner Nebel.

Danach geht es auf der anderen Seite einen Treppenweg wieder nach oben. Auch hier säumen Händler den Weg und verkaufen alles mögliche. Wir kaufen zwei Packungen Verbene Tee, ansonsten hinterlassen wir eine Menge enttäuschter Gesichter, weil wir alle Angebote freundlich ablehnen. Auch auf dieser Seite des Wasserfalles haben wir immer wieder herrliche Ausblicke.

Oben wieder angekommen zahlen wir unseren Guide, der uns wirklich viel gezeigt und erzählt hat. Wir fragen ihn noch nach einer Empfehlung für ein Abendessen und natürlich kennt er ein sehr gutes Lokal. Er geht mit uns dorthin und hilft uns einen Tisch zu reservieren. Danach reden wir noch über das Olivenöl und den Honig, den seine Familie produziert. Wir bestellen 5 Liter Öl und ein großes Glas Honig. Beides will er uns später zum Stellplatz bringen. Das war mal wieder ein aufregender und interessanter Ausflug. Insbesondere weil der junge Mann uns viel über das Leben in diesem Ort und seine Familie erzählt hat. Später am Abend, wenn wir in dem Restaurant zu Abend essen, wird er uns noch mal besuchen und wir erfahren noch eine Menge interessantes Privates.