Marrakesch
Eine der Städte, die man wohl besucht haben muss, wenn man in Marokko war. Wir haben uns außerhalb der Stadt einen kleinen, von einem Franzosen geführten Campingplatz ausgesucht. In einem Olivenhain zwischen den Bäumen zu stehen ist immer wieder schön. Wir werden herzlich empfangen und fühlen uns gleich sehr wohl. Wir stehen direkt neben dem Gehege der Hühner, die tagsüber frei auf dem ganzen Platz laufen und der Wiese mit den Schafen. Hier ein paar Eindrücke.
Mit dem Moped fahren wir nach Marrakesch und können uns damit einen Parkplatz direkt im Zentrum ergattern. Die Zufahrt auf einer meist vierspurigen Straße ist geprägt von dichtem Verkehr und abenteuerlich parkenden oder ausscherenden Fahrzeugen, rechts und links überholende Motorroller und die Straße kreuzende Menschen. Wir parken unser Moped auf einem bewachten Parkplatz in einem Hinterhof und gehen zu Fuß weiter. Fünf Minuten später stehen wir auf dem Jemaa el-Fnaa, der Platz vor dem Eingang zur Medina. Hier ist um diese Uhrzeit nicht viel los, ein paar Schlangenbeschwörer und Nippesverkäufer. Erst am Abend wird sich hier das Leben tummeln.
Wir „schlagen“ uns durch die Reihen der Verkäufer und betreten die Medina, bzw. den Souk, die traditionellen Märkte in arabischen Ländern. Das ist ein Wirrwarr von engen überdachten Gassen in denen alles angeboten wird (was Touristen brauchen). Im Gegensatz zu anderen Souks in Rabat oder kleineren Städten, merkt man, dass sich die Händler hier vollständig auf den Touristen eingestellt haben. Nur wenn man abseits des Mainstreams in abgelegene Gassen gelangt, trifft man noch auf Handwerker, wie Schneider, Schuster und Lederer. Trotzdem ist es interessant durch die Gassen zu schlendern und sich zu wundern, was alles ver- und gekauft wird. Man kann sich verlaufen, ohne Google Maps finden wir nicht den Weg zum nächsten Ziel. Hier zunächst mal ein paar Bilder vom Souk.
Medersa Ben Youssef
Dies ist unser eigentliches Ziel, eine ehemalige Koranschule, die im Jahr 1340 gegründet wurde. Sie ist sehr gut erhalten und wurde mehrfach restauriert. Beeindruckend sind die filigranen Zellij-Mosaiken, Stuckarbeiten und Holzschnitzereien. Der Innenhof mit dem Wasserbecken und die vielen kleinen Räumen, in denen die Schüler gewohnt haben. Alles kann besichtigt werden. Als wir ankommen ist die Schlange der Besucher vor dem Ticketschalter „kilometerlang“ und wir beschließen uns nicht anzustellen, sondern die umliegenden Gassen zu besuchen. Außerdem müssen wir unbedingt etwas trinken und essen. So finden wir ein schönes Restaurant, das in einer ehemaligen Herberge für die Händler aus der Zeit der Karawanen unterbracht ist. Hier haben wir auf der Dachterrasse gut gegessen und einige Bilder vom Innenhof gemacht.
Hier kommen jetzt die Fotos aus der Medersa.
Nach so vielen Eindrücken sind wir komplett platt und freuen uns auf einen ruhigen Abend zwischen Olivenbäumen und freilaufenden Hühnern.