Marokko 2025/2026

Chefchaouen, die blaue Stadt

Unsere Reise durch Marokko neigt sich dem Ende zu, am 12.März spätestens müssen wir Marokko verlassen, weil dann die drei Monate vorbei sind. Länger darf man sich ohne Visum nicht in Marokko aufhalten. Chefchaouen wird daher voraussichtlich unsere letzte Stadt auf dieser Reise sein. Sie liegt schon sehr weit oben im Norden.

Die Stadt wird auch die „Blaue Perle“ genannt, warum werdet ihr gleich auf den Fotos erkennen. Sie ist im Jahr 2013 als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit durch die UNESCO anerkannt worden. Wir haben auf dem einzigen Campingplatz mit Mühe und Not noch einen Platz bekommen. Er ist extrem gut besucht, hauptsächlich mit französischen Campern (wie überall in Marokko). Zusätzlich hat sich noch eine Reisegruppe mit über 30 Fahrzeugen angekündigt, das wird eng. Aber der Platz ist uns egal, wir wollen uns „nur“ die Stadt ansehen.

Der Campingplatz liegt oberhalb der Stadt und zu Fuß gehen wir einen recht steilen Weg durch einen Wald. Erst nach einer Weile fällt uns auf, dass rechts und links zwischen den Bäumen und Sträuchern Gräber angelegt sind. Einige Gräber sind gepflegt und mit Blumen (Plastik) geschmückt. Nachdem wir die ersten Gräber gesichtet haben fallen uns immer mehr Gräber auf.

Zwischendurch können wir immer wieder die Häuser der Stadt sehen.

Nun wird so langsam klar, warum sie die „Blaue Perle“ genannt wird. Die blaue Farbe soll angeblich vor dem bösen Blick schützen. Das Bemalen der Häuser wurde jedoch vermutlich auch von den Bewohnern und der Stadtverwaltung initiiert, um den Tourismus zu fördern.

Übrigens, Marokko ist der weltgrößte Exporteur von Haschisch. Das wird hauptsächlich im Riffgebirge angepflanzt und Chefchaouen ist wohl der zentrale Umschlagplatz. So wurden wir auch auf offener Straße angesprochen, ob wir nicht etwas kaufen wollten. Offensichtlich hat man uns sofort als Touristen erkannt und leichte Beute gewittert. Wir haben dankend abgelehnt und uns wieder den Sehenswürdigkeiten gewidmet.

Mal wieder eine Kashba, in diesem Fall mitten in der Stadt. Im Innenhof ist ein sehr gepflegter Garten mit den verschiedensten Pflanzen. Die Wehrmauer und einen Turm kann man begehen, bzw. besteigen. Vom Turm haben wir einen wunderbaren Blick auf die Stadt.

Mit einem leichten Blaustich in den Augen kehren wir zum Campingplatz zurück, wieder ein sehr schöner Tag.